Gruppentherapie

Einiges spricht dafür, Psychotherapie in der Gruppe zu machen.

Es können Methoden eingesetzt werden, für die mehrere Menschen benötigt werden, z.B. Rollenspiele oder Aufstellungen. Man kann sich Feedback oder Tipps von anderen einholen, wie es im Alltag teilweise wenig möglich ist. Oft macht man die Erfahrung, mit einem Problem nicht allein zu sein, bekommt Informationen, wie andere damit umgehen. Man kann anderen helfen, sich gegenseitig motivieren, und etliches mehr. Man kann „live“ und in einem geschützten Rahmen Hemmungen, Unsicherheiten oder andere Schwierigkeiten im Umgang mit anderen Menschen bearbeiten. Das Experimentieren im sozialen Raum, sich z.B. Aufmerksamkeit und Zeit in der Gruppe zu nehmen, oder auch mal nur zuzuhören, anderen Rückmeldungen zu geben und Rückmeldungen anzunehmen, sind nur einige Erfahrungen, die gemacht werden können. Daher schneiden in Therapie-Vergleichsstudien Kombinationen von Gruppentherapien und Einzelgesprächen besser ab als reine Einzeltherapien und es ist auch meine persönliche Erfahrung, dass die PatientInnen, die auch an einer Gruppe teilnehmen, schneller und nachhaltiger zu einer Verbesserung ihrer Anliegen kommen.

Ich biete aktuell zwei Therapiegruppen mit maximal 7 TeilnehmerInnen an. Die Anliegen und Erfahrungen der TeilnehmerInnen stehen im Vordergund, wir arbeiten unter anderem mit Achtsamkeitsübungen, Trancen, Rollenspielen, Aufstellungen. Eine wertschätzende, ressourcenorientierte und humorvolle Atmosphäre ist mir dabei besonders wichtig. Die Sitzungen sind jeweils so aufgebaut, dass es ein Thema gibt, wie z.B. Kommunikation, Stress, Emotionsregulation, Umgang mit Konflilkten oder Selbstwert, also Themen, mit denen meiner Erfahrung nach jeder etwas anfangen kann. Dazu gibt es im ersten Teil der Sitzung jeweils etwas Input und vielleicht eine Übung; im zweiten Teil der Sitzung ist dann Zeit für die Anliegen der TeilnehmerInnen. Diese Mischung aus Struktur und freier Gruppenarbeit hat sich bisher bestens bewährt.

Eine Gruppe findet montags von 18.15 bis 19.55 uhr statt, die andere donnerstags von 9.00 bis 10.40 uhr. Es handelt sich um sogenannte halboffene Gruppen, das heißt TeilnehmerInnen können jederzeit einsteigen.

Die Kosten für die Gruppen werden von der Krankenkasse übernommen.